Ich bin schwanger/I’m pregnant!

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Schwangerschaft: das erste Trimester

Woche 1-12

Wie es das Schicksal wollte, ist es genau in Australien im Urlaub passiert – BOOM. Ich wurde schwanger. Zwar war mir in den letzten Tagen des Urlaubes schon ziemlich übel und unwohl, aber ich habe das einfach auf die veränderte Ernährungsweise zurückgeführt und mir eigentlich gar nichts dabei gedacht. Erst als wir zu Hause waren, kam mir  alles etwas komisch vor – mein Appetit war weg, bei dem Gedanken an Schokolade kam mir das Grauen und generell war ich einfach total schlapp(aber selbst da dachte ich eher an den Jetlag). So tat sich nach und nach der Verdacht auf, dass ich schwanger sein könnte. Als der Gedanke dann da war, war der Schwangerschaftstest nicht mehr weit entfernt und dieser bestätigte meine Vorahnung – positiv. Ich konnte es erst gar nicht glauben und habe prompt noch einen Test nachgeschossen, der das gleiche Ergebnis zeigte. Mein Mann und ich waren so ziemlich aus dem Häuschen vor Glück. Zwar war eine so schnelle Schwangerschaft nicht geplant, aber wenn’s klappt, dann klappt’s eben. 🙂

australia

So weit, so gut. Ab Woche 6 fing dann das Übel an. Mein kleiner Appetit artete völlig aus und es fiel mir schwer überhaupt irgendwas zu essen oder zu trinken. Zudem war mir so übel, dass ich gar nicht mehr wusste, wohin mit mir selbst. Es ging so weit, dass ich in Woche 7 egal was ich aß oder trank nichts mehr bei mir behalten konnte und ich mich selbst mit leerem Magen immer weiter übergeben musste. Da es so schlimm war, dass nicht mal mehr Wasser drin blieb, ging’s nach einem Tag und einer Nacht Dauerbrechen ins Krankenhaus. Dort wurde ich mit Hyperemesis Gravidarum und einer fortgeschrittenen Dehydrierung diagnostiziert und sofort stationär aufgenommen. Ab Tag 1 wurde ich mit Infusionen behandelt (Übelkeit, Hydrierung und Nährstoffe). Bei meinem ersten Aufenthalt blieb ich genau eine Woche dort. Als ich dann wieder heimkam ging das Ganze wieder von vorne los, sodass ich keine 24 Stunden später wieder im Krankenhaus lag. Mein zweiter Aufenthalt dauerte 12 Tage und ich hatte enorm viel Panik, dass genau das gleiche immer und immer wieder passieren wird. Bis zum Ende des ersten Trimesters wurde ich jedoch durch Medikamente verschont und ich konnte wenigstes genügend Essen und Trinken bei mir behalten, sodass ich nicht wieder Infusionen benötigte. Es war ein schmaler Grat, da ich vor meiner Schwangerschaft schon nicht wirklich viele Reserven hatte und in der Zeit im Krankenhaus noch mal 5 Kilo verloren hatte.

So schön es also war, zu erfahren, dass ein neues Leben in einem heranwächst, überwog dennoch die Sorge, wie ich das alles durchstehen sollte. Zudem besteht bis Ende der 12. Woche generell die Gefahr eines spontanen Frühaborts, was alles nur noch unerträglicher machte, weil man sich doch oft bei dem Gedanken erwischt  „was, wenn das Alles umsonst ist?“. Generell habe ich nur ganz wenigen Personen von meiner Schwangerschaft erzählt (aus eben dem gleichen Grund), was es umso schwerer gemacht hat, mit der Situation umzugehen. Stets erklären, man ist im Krankenhaus, aber nie wirklich sagen können, warum man dort ist. Was mich in dieser Zeit leider ganz schrecklich traf, war der Tod eines ganz lieben Freundes. Er war immer für mich da und es war unendlich schwer ihn gerade in dieser Zeit zu verlieren, wo der ganze Fokus nur auf mich selbst gerichtet war. Bis heute konnte ich die Trauer und den Schmerz noch nicht ganz zulassen. Ich vermisse ihn einfach schrecklich und kann es immer noch nicht wahrhaben, dass er so jung gehen musste und einfach nicht mehr da ist. Retrospektiv tut es mir schrecklich Leid, ihm nicht gesagt zu haben, was mit mir los ist. So hat er nie erfahren, dass ich schwanger bin.

Was mich wirklich durch die schlimmsten Momente brachte, war, dass mein Mann mir immer zur Seite stand. Er besuchte mich tagtäglich im Krankenhaus und war zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar, obwohl er selbst auch schon mehr als fertig war, weil die Situation einfach so überwältigend war und das Berufsleben auch nicht wirklich Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten nehmen kann. Ich wüsste nicht, wie ich es ohne ihn hätte schaffen sollen. Allein die Entscheidung endlich ins Krankenhaus zu gehen, hätte ich selbst vermutlich erst viel später gefällt, was eine wirklich schlechte Entscheidung gewesen wäre.

Sonstige „Highlights“ im ersten Trimester? Auf jeden Fall, das erste Mal den Herzschlag des Kindes am Ultraschallgerät zu sehen. Hier wird es plötzlich ganz real, dass ein Kind in einem heranwächst. Allein die Vorstellung, dass sich da drin im Bauch ein Lebewesen entwickelt ist in meinen Augen so verrückt, auch wenn es das natürlichste der Welt ist.

Ein Update zum zweiten Trimester kommt demnächst, bis dahin freue ich mich über eure Kommentare und/oder Erfahrungen in eurer Schwangerschaft oder in eurem Freundeskreis. Bei Interesse gehe ich in einem weiteren Blog Eintrag näher auf meine Erfahrung mit Hyperemesis Gravidarum ein und berichte welche Aktionen ich gesetzt habe, um durch die Zeit zu kommen.

Zur Info, ich hab eine Amazon Baby Wunschliste erstellt, weil ich keinen richtigen Babyshower machen kann, da all meine Freunde irgendwo in den verschiedensten Städten und Ländern wohnen, sodass es schwer ist, alle auf einen Fleck zu bekommen. Ich freue mich über alle, die uns und unsere wachsende Familie unterstützen. 🙂

//// English Version:

Pregnancy: the first trimester

weeks 1-12

As fate would have it, it happened in Australia, on our vacation – BOOM. We got ourselves pregnant. Although I felt quite nauseated and uncomfortable in the last few days of our trip, I never thought that I could be pregnant, I simply thought it was food related. When we came back home, it all seemed a bit strange to me tough – my appetite was gone, the thought of chocolate was unbearable and in general, I was just totally tired and exhausted. So, I started to suspect that I might be pregnant. Well, by then the thought of doing a pregnancy test was obvious and my premonition was confirmed – the test was positive. I could not believe it at first and promptly did another test that showed the same result. My husband and I were pretty much overwhelmed of happiness. Getting pregnant so quickly was not really planned, but if ithappens, I guess, then it happens. 🙂

australia

So far, so good. From week 6 on, the horror began. My small appetite degenerated completely and it was difficult for me to eat or drink anything at all. In addition, I felt so sick to my stomach that I did not even know what to do with myself. It went so far that in week 7, no matter what I ate or drank I could not keep it inside and even with an empty stomach I had to throw up over and over again. Since it was so bad that I could not even keep any water inside, I went to the hospital after a day and a night of constantly vomiting. In the hospital, I was diagnosed with hyperemesis gravidarum as well as an advanced dehydration and so they had me immediately hospitalized. From day one, I was treated with infusions (nausea, hydration and nutrients). During my first stay I stayed exactly one week. When I came back home, the whole thing started all over again, so I not even 24 hours later I was back at the hospital. My second stay was 12 days and I was in a lot of panic that the same thing would happen over and over again. Until the end of the first trimester I was, thanks to pills, spared, as I was able to keep in enough food and water, so that I didn’t have to go get any more infusions. It was a fine line though, as my bodyweight was pretty low even before my pregnancy and I lost 5 more kilograms in hospital.

As great as it was to find out that a new life is growing inside of me, the concern about how I should and could endure all of this outweighed it a little at times. In addition, until the end of the 12th week there is a general risk of a spontaneous early abortion, which made everything even more unbearable, because you often catch yourself thinking „what if all this is in vain?“. In general, I only told very few people about my pregnancy (for the same reason), which made it all the more difficult to deal with the situation. Always explain, you are in the hospital, but never really be able to tell people why you are there. What in addition hit me really hard at that time, was that one of my dearest friends died when I was at the hospital. He was always there for me and it was unbelievably hard to lose him during a time, when I was so self-focused. Until today I haven’t been able to deal with the hurt and grief of his death. I miss him like crazy and I still cannot believe that he had to die so young. Looking back, I feel so sorry that I did not tell him, what really was going on with me, so he never knew that I was pregnant.

What really helped me through the roughest patches of my first trimester, was, that my husband was there for me all along the way. He visited me at the hospital every single day, no matter how hard his day was. I could call him anytime, day or night, even though he had to work and also had a really hard time, because the situation was simply overwhelming and he still had to give a 100% at work. I don’t know how I would have been able to do all this without him.

Other „highlights“ in the first trimester? Of course, the first time I got to see the heartbeat of the child on the ultrasound machine. It suddenly became real that a child is growing inside of me. Just the idea that a person is in the making in your belly, is so crazy and absurd in my opinion, even if it is the most natural thing in the world.

An update for the second trimester will follow soon. Until then I am looking forward to your comments about your experience in your or a friends pregnancy. Also if you guys are interested, I will post my experience with Hyperemesis Gravidarum in detail and also what ations I took to make it better.

Also I started an Amazon “Wishlist”, as I won’t be able to do a proper baby shower. All my friends live so far away, so that it’s hard to meet everybody in one place. That is why I decided to make the list, so that everyone who wants to support our growing family has a chance to.

 

 

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Kitty in a Casket – der Anfang/the Beginning

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Wir wurden schon in zahlreichen Interviews zur Entstehung von Kitty in a Casket gefragt, aber da bleibt meist nur ein begrenzter Platz, was es schwer macht, wirklich die ganze Geschichte zu erzählen. Daher umso schöner, dass ich dies nun auf meiner eigenen Plattform tun kann. 

Alles begann, als ich meinen jetzigen Mann, Martin (oder auch Billy), im Jahr 2008 kennen- und lieben lernte. Ich wusste von Anfang an, dass er sehr musikalisch ist und schon in diversen Bands Musik gemacht hat, allerdings haben wir nie wirklich darüber gesprochen, dass auch ich gerne musiziere. So kam es, dass wir einige Monate zusammen waren und zu meiner Omi nach Salzburg unterwegs waren – das sind etwa vier Stunden Autofahrt. Wir kamen über Musik und diverse Bands ins Reden und haben spontan während der Autofahrt beschlossen, eine Band zu gründen, die genau die Musik macht, die wir zu dem Zeitpunkt gut fanden – punkig, mit Kontrabass, morbid und irgendwie dennoch süß. Zudem entschlossen wir uns für den Namen „Kitty in a Casket“. Warum genau, können wir heute nicht  mehr so sicher sagen. Klar, mein Spitzname war damals schon Kitty und der Bandname sollte auch irgendwie die Morbidität und gleichzeitig das Niedliche, das unseren Sound ausmachen sollte, im Namen widerspiegeln, also war es wohl irgendwie nahelegend oder aber auch nur der Druck, dass bei der Namensfestlegung die Autofahrt nur noch ca. 15 Minuten dauerte, die Band Kitty in a Casket zu taufen. Mit dem Zuschlagen der Autotüre war also Kitty in a Casket geboren.

K&B
2008

Kurze Zeit später, zurück in Wien, kamen auch schon die ersten Ideen zu Songs – hier entstanden ganz am Anfang „Cannibal Paradise“ und „Bloody Lovesong“ aus Martins Feder. Ich hatte vorher noch nie Songs geschrieben, immer nur Lyrics oder Gedichte, also war Musik von A bis Z selbst zu komponieren Neuland für mich und ich war sehr froh, dass Martin genau wusste, was er zu tun war. Er hat durch seine vorherigen Bands so viel Erfahrung mitgebracht und bis auf die Lyrics das ganze grundlegende Songwriting gestemmt. Meine Rolle war die der Texterin, Schülerin und Social Media Spezialistin. Letzteres trieb ich mit der Zeit wirklich an die Spitze und verbrachte täglich stundenlang auf – damals noch – MySpace, um ja möglichst viele Leute zu erreichen und unsere Musik an die Frau und den Mann zu bringen.

Zeitgleich machten wir uns auf die Suche nach einem Kontrabassisten, was ja, wie man sich so vorstellen kann, nicht wirklich einfach ist. Über eine Freundin hörte ich zufällig, dass es da einen Typen gab der vor hat von Oberösterreich nach Wien zu ziehen  und zufällig auch Kontrabass spielt – Marc. Über Kontakte konnten wir uns ein Treffen bei einem Goth/Punk/Billy Event vereinbaren. Diese Events sind übrigens mittlerweile in Wien total ausgestorben, waren aber damals wirklich cool, weil man einfach alle Leute der drei Szenen auf einem Fleck hatte und sich mit Gleichgesinnten unterhalten konnte. Es kam, wie es kommen musste und kurze Zeit später stand Marc bei uns in der Wohnung, natürlich mit Kontrabass im Gepäck und haute in die Saiten, um die ersten unserer Demos fertigzustellen. Wir hatten in ihm einen großartigen Verbündeten gefunden, der sich als Bandmitglied ganz und gar einbrachte. Wir schrieben gemeinsam weitere Songs und kümmerten uns um die ersten Promofotos und alle weiteren Schritte.

Fun Fact: die Fotos entstanden damals in dem Treppenhaus zum Keller in dem Wohnkomplex unserer alten Wohnung. Diese Location nutzen wir noch für diverse Aufnahmen. So diente der Keller zum Teil auch den Aufnahmen für das Video zu „Dancing with the Devil“.

 

Mit den ersten drei Songs auf MySpace gelang es uns dank meiner unermüdlichen Promoarbeit binnen kürzester Zeit sehr viele Leute zu erreichen, unter anderem erregten wir auch die Aufmerksamkeit diverser Labels. So konnten wir uns quasi eines davon aussuchen. Wir entschieden uns damals für Crazy Love Records, weil die Kommunikation mit Guido, dem Labelchef, sofort klappte und wir in die gleiche Richtung gehen wollten. Allerdings brachten das Eingehen auf einen Plattendeal auch Deadlines und eine riesen Portion an Verantwortung mit sich. Innerhalb von vier Monaten mussten wir ein vollständiges Album inklusive Artwork abliefern. Wir schrieben Tag und Nacht an neuem Material und nahmen im Akkord-tempo unsere Musik auf. Unser Studio war ein Schrankraum zwischen Schlaf- und Wohnzimmer in der Wohnung von Martin und mir. Hier wurden alle Instrumente, Gesang und Backingvocals aufgenommen. Nach Fertigstellung bekamen wir vom Label Haus- und Hofstudio das Mixing und Mastering, weil wir es qualitativ einfach nicht auf das Level bringen konnten, das wir uns und das Label sich gewünscht haben.  Das brachte natürlich die Qualität der Aufnahmen noch ein bisschen nach vorn. Von da an vergingen  noch einige weitere Monate, da nach Abgabe der Musik ja noch die CDs und Platten gepresst, beworben und in den Handel gebracht werden mussten. Man unterschätzt, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt. Als Band ist diese Zeit immer die reinste Tortur, weil man ja eigentlich fertig ist und es kaum erwarten kann, dass endlich was mit der neuen Musik passiert. 

Fun Fact:  wir stellten unsere erste CD fertig, ohne jemals live als Band gespielt zu haben und ohne einen richtigen Drummer zu haben.

Mit dem Release eines Albums und in der damit einhergehenden Promophase ist es natürlich essentiell als Band Konzerte zu geben. Es war also sehr naheliegend, sich schleunigst nach einem Schlagzeuger umzusehen. Über diverse Inserate hat es aber sofort gefunkt, als wir Mike kennen lernten. Er war die perfekte Ergänzung zu unserer Truppe und die Proben starteten sofort. An Gig Anfragen mangelte es ja keineswegs. 🙂

Bis zum Release des Albums vertrieben wir uns die Zeit mit sehr viel Proben und dem Dreh unseres non Budget (eh klar, wie alles damals) Videos. Unser Freund DJ/VJ Eraserhead, der uns nun schon Jahrelang immer wieder mit Kamera (vor allem im Foto-bereich) zur Seite steht, stand damals für uns hinter der Kamera und kümmerte sich quasi um alles Film-technische, damit das Video sich nachher auch sehen lassen kann. Die Location, Story, Make-Up, Komparsen – eigentlich alles andere, stellten wir auf die Beine, was Einiges an Überzeugungsarbeit bedurfte. Alleine Locations kosten normalerweise sehr viel Geld, gerade, wenn man diese für ein Musikvideo nutzen will, aber wir waren so motiviert, dass wir es irgendwie schafften mit unserem Null-Budget auszukommen. An dieser Stelle nochmal ein großes Danke an die Location „Fledermaus“ in Wien, sowie an Tanja und Xed, die mir bei den Kostümen geholfen haben und überhaupt an alle, die sich am Video beteiligt haben. Wir waren wirklich auf jede und jeden Einzelne/n angewiesen

Im Mai 2009 war es dann soweit – unser erstes Album „Horror Express“ kam auf den Markt und wir spielten unser aller erstes Konzert in Jena, Deutschland. Beides war für uns ein riesen Erfolg und die ersten großen Schritte auf unserer mittlerweile 10-jährigen Reise als Kitty in a Casket.

Horror Express

Fazit: es liest sich eigentlich wie ein Märchen. Projekt geplant, in die Tat umgesetzt und es klappte besser und schneller als erwartet. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, wie viel Arbeit, Schweiß und auch Tränen im Prozess inkludiert waren. Mit Deadlines und Erwartungen kommt ein großer Druck auf einen zu, der neben dem „normalen“ Leben oft nicht so leicht bewältigbar war. Es sieht von außen immer alles so leicht und rosig aus, was es aber keinesfalls die Realität widerspiegelt. Als Musiker muss man heutzutage weitaus mehr tun, als nur kreativ zu sein und Musik zu machen – man ist sein eigener Marketingleiter, Verkäufer, Webdesigner, Manager, und, und, und. Man muss sich eigentlich um alles rundherum kümmern und bemühen, denn von alleine kommt gar nichts. Zudem darf man nicht vergessen – wer Musik aufnehmen will, benötigt allerlei an Equipment, in das man nie genügend Geld stecken kann. Es ist also auch eine Kostenfrage, wie hoch das Maß an Qualität ist, die man abliefern kann und genau das ist für den Großteil der Plattenfirmen tragend, da sie sich Studiokosten (die im Endeffekt meist sowieso auf dem einen oder anderen Weg vom Künstler getragen werden), sparen können, wenn die Demoqualität schon gut ist. Dazu kommt auch noch, dass man in einem Bandgefüge sehr viel Zeit miteinander verbringt und Künstler selbst nicht oft, die einfachsten Menschen sind. Das birgt natürlich auch ein hohes Konfliktpotenzial. Hier muss wirklich jeder am gleichen Strang ziehen und auch mal das eigene Ego hinten anstellen können, damit es weitergeht und man nicht auf der Stelle tritt. 

Alles in allem hatten wir als Band wirklich viel Glück, aber auch eine enorme Portion Motivation und Eigeninitiative. Ich hoffe, dass mein Blogeintrag auch deutlich macht, dass zum Musiker-Dasein mehr gehört, als nur ein bisschen Musik zu machen. Ich freue mich über Detailfragen und Anregungen zu Themen die euch in Relation hierzu interessieren

Ich freue mich, wenn ihr auch auf der Homepage von Kitty in a Casket vorbeischaut.

Kitty in a Casket.png

We have been asked in numerous interviews about the origin of Kitty in a Casket, but there is usually only a limited capacity for our answer, which makes it difficult to really get the whole story out there. All the better, that I can now do this on my own platform, my blog. So here it is:

It all started when I met my now husband, Martin (you might also know him as Billy), in 2008. I knew from the beginning that he had played in several bands, but we never really talked about me wanting to making music also. So it happened that we were together for a few months and were traveling to Salzburg to my grandmother,- that’s about a four hour drive. We started talking about music and various bands and spontaneously decided to found a band that makes exactly the kind of music we liked at the time – punky, with double bass, morbid and somehow sweet. In addition, we chose the name „Kitty in a Casket“. We can not totally recall, why we exactly chose that name. Sure, my nickname was Kitty at the time and we wanted the name of the band to somehow reflect the morbidity and sweetness of the planned sound, so it was kind of obvious, or maybe the pressure, that the carride was almost over, that the name Kitty in a Casket was chosen. With the slamming of the car door Kitty in a Casket was born.

K&B
2008

Shortly after, back in Vienna, the first songwriting ideas came to mind – at the very beginning „Cannibal Paradise“ and „Bloody Lovesong“ were written by Martin. I had never written songs before, I only wrote lyrics or poetry, so making music from A to Z was really new territory for me and I was very glad that Martin knew exactly what he was doing. He had so much experience because of his previous bands and has done all the fundamental songwriting except for the lyrics. My role was the one of a writer, student and social media specialist. The latter I really pushed to the limit, and spent hours every day on MySpace, to reach as many people as possible and make the world listen to our demos.

At the same time, we started looking for a double bass player, which, as you can imagine, is not really easy. Through a friend, I happened to hear that there was a guy who has planned to move from Upper Austria to Vienna and also happens to play the double bass – Marc. Through contacts we could arrange a meeting at a goth / punk / billy event. IThese events are now completely extinct in Vienna, but were really cool back then, because you could just have these three different scenes in one place and talk with like-minded people. It came, as it had to come and a short time later, Marc was in our apartment with his double bass and punched the strings to complete the first fewdemos. In him, we found a great ally who completely got involved as a band member. We wrote more songs together and took care of the first promo photos and all further steps.

Fun fact: the first photos were taken in the staircase to the cellar of the apartment building Martin and I were living in at that time. The same location was used for various occasions –  so the cellar was also part of the locations we chose for „Dancing with the Devil“.

 

Thanks to my tireless promotional work, the first three songs on MySpace enabled us to reach lots of people in a very short time. Luckily, we also caught the attention of various labels. So we could choose one of them. We decided to go with Crazy Love Records because the communication with Guido, the label boss, worked just fine and we were headed in the same direction. However, signing a record deal also meant deadlines and a a lot of new responsibilities. Within four months we had to deliver a complete album including artwork. We wrote new material day and night and recorded our music in lightning-speed. Our studio was a sort of walk in closet between our bedroom and living room. All instruments, vocals and backing vocals were recorded here. After completion, we got the mixing and mastering from the label studio, as we just could not bring the sound to the level that we and the label expected of the album. This of course made the quality of the sound a bit better. After that a few more months passed, because before the music is finally  released, the CDs and Vinyls had to be pressed, advertised and put on the market. You tend to underestimate how much time all of that takes. As a band, this time span is always a torture because you’re done and can not wait to be able to present your new tunes to the world.

Fun Fact: we finished our first CD without ever playing live as a band and without having a real drummer.

Of course, with the release of an album and the accompanying promo-phase it is essential to give concerts as a band. So it was obvious to look for a drummer as soon as possible. We put out various ads and it worked out immediately when we met Mike. He was the perfect match to our band and the rehearsals started immediately, as we had a lot of requests to play shows.

Until the release of the album, we passed the time with a lot of rehearsals and the shooting of our non budget (of course – everything was non budget back then) video. Our friend DJ / VJ Eraserhead, who has been on our side for years now (especially when it comes to photos), was then behind the camera and took care of almost everything film-technical, so that the video would be presentable in the end. The location, story, make-up, extras – actually everything else, was organised by us, which needed a lot of Persuasion and initiative. Locations usually cost a lot of money, especially if you want to use them for a music video, but we were so motivated that we somehow managed to get everything done on our zero budget. At this point I’d like to say thank you again to the location „Fledermaus“ in Vienna, as well as to Tanja and Xed, who helped me with the costumes and in general to everybody, who participated in the video. We really needed each and every one of you guys and girls.

In May 2009 it was time – our first album „Horror Express“ came out and we played our very first concert in Jena, Germany. Both events were a huge success for us and the first big steps on our journey as a band.

Horror Express

Conclusion: the whole story kind of sounds like a fairy tale. Project planned, put into action and it worked out better and faster than we ever expected. However, one must not forget how much work, sweat and tears were part of the process. With deadlines and expectations, there is a lot of pressure, which in addition to the „normal“ life, often was not so easily manageable. It always looks so peachy and easy from the outside, but that does not reflect reality. As a musician, you have to do way more than just be creative and make music these days – you’re your own marketing director, promoter, web designer, manager, and so on. You really have to worry about every single thing and make a huge effort, because nothing comes from nothing. In addition to that, one must not forget – if you want to record music, all sorts of equipment is needed and you can never put enough money into that. It is also a question of money, how good the quality of the music is, that you are able to deliver and that is essential for the majority of record companies, because they can avoid studio costs (which are usually always paid by the artist in one way or another), if the demo quality is already in a good shape. In addition, if you’re in a band you really spend a lot of time together and artists themselves are not often the easiest people to deal with. Of course, this also holds a high potential for conflict. Everyone has to work together as a team and you often have to put your own needs behind the bands best interest.

All in all, we had lots of luck with the band, but we were also enormously motivated and proactive. I hope my blog entry also shows that there is more to being a musician than only playing a little bit of music. I am looking forward to answering some of your questions and also write other blog entries that are somehow related to the music business.

Please also check out theHomepage of Kitty in a Casket.

Meine Haarspende/My Hairdonation

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Da mich nach meiner Haarspende im Dezember 2017 einige von euch gefragt haben, ob ich mehr dazu berichten kann, möchte ich das nun auf diesem Wege tun.
Wie kam ich auf das Ganze? Nun ja, vor etlichen Jahren hat mir eine Freundin erzählt, dass sie zu einem Friseur geht, der ein Haarspendeprojekt für krebskranke Kinder ins Leben gerufen hat. Das Ganze blieb mir eigentlich nur deswegen im Gedächtnis, weil dort direkt nach ihr eine Kundin immer nur zum Haarspenden hinkam und sie vorab gewarnt wurde, dass es sein kann, dass diese ein blödes Kommentar ablässt, weil die besagte Freundin ihre Haare nicht spendet. Ich fand das damals irgendwie absurd, dass sich jemand darüber aufregt, wenn man seine Haare nicht spenden will.

So kam es, dass ich mir 2017 dachte, wieso eigentlich nicht mal Haare spenden? Wenn man mit so etwas Einfachem einem Kind eine ganz große Freude machen kann, dann ist das doch das Schönste auf der Welt. Meine Haare haben mich so viele Jahre lang begleitet und klar, waren sie ein Teil von mir, aber meine Haare wachsen nach. 🙂

Wie war der Ablauf? Per Facebook habe ich mich an Holger Thomas Moeller vom Verein Die Haarspender gewandt, um mein Interesse kundzutun. Von da an ging alles recht schnell. Es wurde ein Termin vereinbart, was total komplikationslos verlief und ich konnte mich schon mal auf meine neue Frisur einstellen. Am Tag X kam ich bei Holger an und wir haben erstmal besprochen, wie viel wegkommt und was ich mir dann für meine Haare vorstelle. Im Zuge der Spende konnte ich mir meine Wunschfrisur inkl. Farbe gratis aussuchen – vielleicht auch ein Goodie, wenn man noch Zweifel hat seine Haare zu spenden. Der Schnitt ging relativ schnell und ich war übere meine neue Frisur überglücklich. 

Fazit: Für mich persönlich war es eine der besten Entscheidugen, die ich je getroffen habe. Man kann schnell und vor allem auch ohne Geld etwas Gutes tun. Das Gefühl, das man danach hat ist unbeschreiblich schön und ich muss sagen, es gab keine Minute, nein, keine Sekunde in der ich es bereut habe, die Haare gelassen zu haben.

Also, falls ihr Haare spenden wollt oder einfach nur das Projekt unterstützen möchtet – besucht die Seite von Die Haarspender. Hier gibt’s genaue Infos, was mit den Haaren passiert und auch eine Liste von Partnersalons. Bei Fragen zum Thema könnt ihr gern ein Kommentar hinterlassen oder mir eine Nachricht schreiben.

Since some of you asked me after my hair donation in December 2017, if I can tell more about it, I would like to do this here.
Why did I decide to donate my hair? Well, a couple of years ago, a friend told me that she had her hair cut at a hairdresser who started a hair donation project for children with cancer. The whole thing really stuck to me just because right after her a customer came to donate hair and she was warned in advance, that it may be that this girl makes a stupid comment because the said girlfriend does not donate her hair. I found that somehow absurd at the time that someone could mock someone else about not donating hair.

As things go, in 2017 i thought, why not? If you can make a child happy with something so simple, then that’s the best thing in the world. My hair has been with me for so many years and of course, they were a part of me, but hair will grow back. 🙂

How was the process? I wrote Holger Thomas Moeller from the club Die Haarspender on Facebook to find out more about donating. From then on everything went pretty fast. An appointment was made, which was totally uncomplicated and I was able to get used to the idea of a new hairstyle. On day x I arrived at Holger and we first discussed how much of my hair has to go off and what kind of hairstyle I wanted to have. I was able to choose any hairstyle and color of my liking because of donating for free – maybe also a goodie, if you still have doubts.

For me personally, it was one of the best decisions I’ve ever made. You can do something good quickly and above all without money. The feeling that you have after donating is indescribably beautiful and I have to say that there was not a minute, not a second that I regretted it.

So, if you want to donate hair or just want to support the project – visit the page of Die Haarspender. There’s a lot of information about what’s going on with your hair once you donated and also a list of partner salons. Please comment if you have any questions.

 

Willkommen auf meinem Blog! / Welcome to my Blog

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Wer?

Ich habe wirklich lange und ausführlich darüber nachgedacht, was hier stehen sollte. Wer bin ich eigentlich? Was kann mich und meine Persönlichkeit zutreffend beschreiben? Welche Eigenschaften oder Errungenschaften zeichnen mich aus und machen mich zu der Person die ich bin? Ich glaube, die Frage nach dem „WER“ kann ich gar nicht so genau beantworten, aber hier mal zusammengefasst, was ich glaube, dass mich momentan definieren oder Schubladenfähig machen kann.

Ich lebe in einem Vorort von Wien, bin Sängerin von Kitty in a Casket, bin verheiratet, habe einen Hund und erwarte im Dezember mein erstes Kind. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in St. Johann im Pongau zum Großteil bei meiner Großmutter am Fuße eines Berges. Im Jahre 2006 ging ich dann „in die große weite Welt“, nach Wien, um Theaterwissenschaft zu studieren. Zwei Jahre später habe ich meinen Mann kennengelernt und mit ihm die Band Kitty in a Casket ins Leben gerufen. Seither bestreiten wir alle Hürden und Glücksmomente gemeinsam und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Wir haben sehr viel erlebt, sind sehr viel gereist und mit der Band herumgetourt und uns entschieden, dass 2018 das große Jahr der Familie für uns wird. Seit Juli haben wir einen Labrador Retriever Welpen namens „Bella“ im Haus, die uns mächtig auf Trapp hält. Im Dezember erwarten wir dann noch weiteren Zuwachs und zwar in Form eines Babies. Wir freuen uns schon sehr und sind gespannt, was uns alles erwarten wird.

 

Was und Warum?

Was will ich eigentlich mit meinem Blog und was berechtigt sein Dasein? Auch das ist eine nicht so leicht zu beantwortende Frage. Mich beschäftigen viele Dinge und Themen und ich möchte mir selbst einfach eine Plattform schaffen, auf der ich alles, was mir so im Kopf herumschwirrt , loswerden will und auf diesem Wege zudem hoffentlich auch noch andere Menschen von meinen Erfahrungen profitieren lassen kann. Worum geht’s also? Vermutlich größtenteils um Nonsens, aber zwischendurch auch um Reisetipps, Erlebnisse, die ich im Musikbusiness sammeln durfte, Restauranttipps, Lieblingswanderrouten, Rezepte u.v.m. Jedoch möchte ich die Themen auch von dir abhängig machen – ich freue mich über alle Fragen, sowie Themenanregungen deinerseits und werde versuchen darauf einzugehen.

Hollywood

Who?

I have really thought long and hard about what to whrite here. Who am I? What can describe myself and my personality best? What qualities or accomplishments characterize me and make me the person I am? There is no way I can answer the question of the „WHO“ exactly, but here is a summary of what I believe can currently define me.
I live in a suburb of Vienna, I am the singer of Kitty in a Casket, I am married, have a dog and expect my first child in December. I grew up and went to school in St. Johann im Pongau mostly with my grandmother, living at the foot of a mountain. In 2006 I moved out into „the big wide world“, to Vienna to study Theaterstudies. Two years later, I met my husband and started the band Kitty in a Casket with him. Since then we have shared all hurdles and moments of happiness together and I can no longer imagine a life without him. We have experienced a lot, have traveled a lot, played lots and lots of shows with the band and decided that 2018 will be the big year of family for us. In July, we got a Labrador Retriever puppy called „Bella“ living with us, which keeps us busy all the time. In December we expect another family member – a baby. We are looking forward to experience parenthood together.
What?

What do I want with my blog? That too is a not easy question to answer. I deal with a lot of things and topics and I just want to create a platform where I can get rid of everything in my head and hopefully others can profit from my experiencees as well. So what’s happening here? Presumably mostly nonsense, but in between also travel tips, experiences that I was allowed to make in the music business, restaurant tips, favorite hiking routes, recipes, pregnancy and more. However I would like to make the topics also dependent on you – I am happy about all questions and suggestions on your part and will try to respond.

Australien